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Was ist Capoeira?    Graduationssystem

 

Was ist Capoeira?

Capoeira ist eine Kampfkunst, die von afrikanischen Sklaven um 1700 in Brasilien entwickelt wurde. Sie kombinierten Angriffs- und Verteidigungstechniken mit tänzerischen Elementen, Akrobatik und Musik, um den Kampf als Tanz zu tarnen.

Durch die Capoeira im Nahkampf geschult, konnte den Sklaven sogar die Flucht vor den Kolonialherren gelingen. In den Quilombos, von Sklaven selbst verwaltete Wohngebieten im Schutz des Dschungels, konnte sich die Capoeira frei entfalten. Nach Abschaffung der Sklaverei wurde Capoeira 1890 verboten und verschwand in den Untergrund.

Mestre Bimba (Manoel dos Reis Machado) ist es zu verdanken, dass das Verbot der Capoeira 1940 schließlich aufgehoben wurde. Er gründete 1932 die erste Capoeira-Akademie, fügte der Capoeira neue Facetten und Regeln hinzu und entwickelte den Stil „Capoeira Regional“. So holte er die Capoeira von der Straße.

 

Graduationssystem

Neue Schüler erhalten bei Eintritt in die Gruppe die „corda crua“, die rohe Kordel. Bei der Graduierungszeremonie („Batizado“, „Taufe“) bekommen sie ihre erste farbige Kordel sowie einen Capoeira-Spitznamen verliehen. Bereits getaufte Schüler erhalten eine ihrem Entwicklungsstand entsprechende Kordel.

In der Capoeira gibt es keine Kordel-Prüfung, sondern der Lehrer entscheidet, welche Graduierung der Schüler verdient. Hierfür wird nicht nur technisches Können bewertet, sondern auch die musikalischen Fähigkeiten, die Trainingskontinuität und das Engagement für die Capoeira.

 

 

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